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Dezember 2008
Grenadas Hauptstadt St. George
Wir fahren immer gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Ländern herum, die wir besuchen. Gut, man könnte auch einen Wagen mieten, aber das trauen wir uns hier nicht, die Leute fahren für uns auf der falschen Seite, es ist also Linksverkehr. Handkehrum kann man in einem Bus die Landschaft betrachten, die vorbeizieht. So beschlossen wir eines Tages, zur Hauptstadt von Grenada zu fahren, nach St. George. Sie liegt an einer Bucht, zum offenen Meer hin gibt es Docks, an denen riesige Kreuzfahrtschiffe festmachen. Oftmals bis zu drei Stück an einem Tag. Die relativ kleine Stadt wird dann hoffnungslos von Touristen überschwemmt, in den Geschäften kann man sich kaum umdrehen. Niemand der Fahrtensegler geht freiwillig nach St. George, wenn Kreuzfahrtschiffe am Dock sind. Die Sache ist dermassen wichtig, dass die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe jeweils während den Wetterprognosen durchgegeben wird.
St. George liegt auf einem Hügelzug, das Fort überblickt das Meer. Nahe der Hauptstadt wurde auf einem Hügel das Gefängnis der Insel gebaut, die Gefangenen dort haben die beste Aussicht der ganzen Insel. Von weitem sieht man farbige Häuser und Dächer. Kommt man etwas näher, wächst das Erstaunen über den Zustand vieler Häuser. Zum Teil sieht die Stadt aus wie viele Städte nach dem 2. Weltkrieg. Von vielen Gebäuden stehen nur noch die Aussenmauern, wir sehen Schulen ohne Dächer und Kirchen, die wirklich ausgebombt aussehen und viele notdürftig zusammengeflickte, baufällige Gebäude. Es dämmert uns langsam, dass das immer noch Spuren der verheerenden Zerstörung des Hurricanes Ivan sind, der Grenada vor vier Jahren verwüstete.
Sehenswert und auch riechenswert ist der Gewürzemarkt in der Altstadt. In Grenada werden all die Gewürze angebaut, es hat der Insel den Namen Gewürzeinsel eingebracht. Daneben gibt es viele kunsthandwerkliche Kleinbetriebe. Wir besuchten den kleinen Betrieb "ArtFabrik", der von der quirligen Schweizerin Lilo Nido zusammen mit einer Partnerin seit 19 Jahren betrieben wird. Sie zog mit einem Segelboot los und "strandete" in Grenada. Mit ihrem Hintergrund als Journalistin und Modefotografin gründete sie die "ArtFabrik". Hergestellt werden exklusive Batik-Kleider. Die Kleider sind handbemalte Einzelstücke. Der ganze Herstellungsprozess (bemalen, färben, usw.) findet in einem etwa 200 Jahre alten Gebäude statt. Dabei stammen sämtliche Stoffe von der Insel Grenada. Eva konnte nicht widerstehen und leistete sich ein Kleid, das sie nun bei besonderen Anlässen trägt.
Fish Friday
Im Zusammenhang mit dem Hurricane Ivan steht auch der Fish Friday. Dieser Hurricane verwüstete die Insel und verursachte riesige Schäden. Betroffen war auch das Fischerdorf Gouyave, etwa eine halbe Stunde Fahrzeit mit dem Bus von St. George entfernt an der Westseite der Insel. Die Fischer verloren ihre Boote und Häuser. Die Fischerfrauen hatten dann die gute Idee, in den Strassen der Gemeinde vor ihren Häusern für die Touristen Fische und Meeresfrüchte zuzubereiten. Innerhalb von vier Jahren hat sich das zu einem grossen Geschäft entwickelt, und Touristen werden in Bussen hingefahren. Den auf verschiedenste Arten zubereiteten Fischen und Meeresfrüchte kann man kaum widerstehen. Dazu spielte eine Steelband Weihnachtslieder, für uns total ungewohnt. Wir traten mit vollen Bäuchen die Rückfahrt an.
Abschied von Grenada
Wir verbrachten nur drei Wochen in Grenada und hatten zum ersten Mal das Gefühl, dort auch längere Zeit leben zu können. Dabei vergleichen wir immer das jeweilige Land mit Solothurn und Umgebung. Das angenehme Klima ist dabei der grösste Positivpunkt, aber auch die freundlichen Bewohner zählen stark. Wichtig sind auch die stabilen politischen Verhältnisse und die tiefe Verbrechensrate. Es ist spürbar, dass die Leute einander noch achten und helfen, wo sie können.
Wir zogen trotzdem weiter, vielleicht gibt es ja noch schönere Orte. Beim Ausklarieren geriet ich dann an einen Zöllner, der sich an Seglern unrechtmässig bereichert. Wir klarierten an einem Samstag aus, und er verlangte Überzeitzuschlag für die Ausfertigung der Dokumente. Beim selben Beamten hatten wir schon beim Einklarieren 15 US-Dollars zuviel bezahlt. Er verlangte dieses Mal 40 EC-Dollars und rechnete sie zu einem horrenden Kurs in US-Dollars um. Das akzeptierte ich nicht, er gab mir seinen Rechner zum Berechnen der Gebühr. Ich kam natürlich auf weniger, auf 15 USD. Nachdem ich ihn noch nach den gesetzlichen Grundlagen für die Erhebung der Gebühr fragte, warf er mir die 15 USD hin und sagte mir, ich solle sofort aus dem Büro verschwinden, was ich auch umgehend machte. Solche Sachen werfen immer ein schlechtes Licht auf ein Land, und man ist dann jeweils sofort bereit, von einer Bananenrepublik zu sprechen. Ein englischer Segler, der nach mir ausklarierte, musste "nur" noch 10 USD bezahlen.
Wir verliessen das gastliche Grenada am Sonntag, den 7. Dezember 2008 und setzten Kurs auf die Insel La Blanquilla.
La Blanquilla
Wir hatten lange vorgehabt, um die vorgelagerten Inseln von Venezuela einen weiten Bogen zu machen und die rund 400 Meilen direkt nach Bonaire zu segeln. Uns wurde jedoch von allen Seiten bestätigt, dass die Inseln im Moment noch sicher seien. So segelten wir bei Tagesanbruch los und nahmen die ca. 180 Meilen in Angriff. Mit östlichem Passatwind kamen wir recht gut voran. In der folgenden Nacht verloren wir einige Stunden Zeit, weil wir einem verdächtigen Schiff auswichen, das uns eine Zeitlang folgte. Nach einiger Zeit verloren wir den Kontakt und nahmen wieder Kurs auf la Blanquilla. Diese Insel ist komplett flach und ragt nur höchstens 15 Meter aus dem Meer. Sie ist visuell erst aus einer Distanz von etwa vier Meilen auszumachen, abhängig selbstverständlich von der Augenhöhe. Auf der Südostseite der Inseln ragen jedoch einige Steinhaufen bis zu 70 Meter aus dem Meer, diese sieht man aus grösserer Entfernung.
Wir hatten in der Nacht Pech und machten wegen einer vorstehenden Schraube ein Loch ins Dinghi. Durch die starken Schiffsbewegungen scheuerte sie die Schlauchboothaut auf. Ehrlich gesagt, wir waren zu faul und nachlässig, das Schlauchboot auf das Vordeck zu heben, sondern transportierten es unter dem Heckbügel. Bei solchen Fehlern schlägt Murphy erbarmungslos zu.
Nach dem Revierbuch steuerten wir die Bucht mit der Coast Guard-Station an. Per Funk wurden wir auf Spanisch aufgefordert, zur Kontrolle an Land zu kommen. Mehr schlecht als recht machten wir den Leuten klar, dass wir nicht an Land gehen könnten. Darauf wurden wir aufgefordert, zu warten, sie würden an Bord kommen. Dabei musste einer der zwei Coast Guard-Männer ins Wasser, um ihr Schiff von der Boje loszumachen, von Mooringleinen haben sie wohl noch nichts gehört. An Bord wurde ein Formular ausgefüllt und die Schönheiten der Insel gerühmt. Sie zeigten uns auf der Karte auch den besten Ankerplatz und versicherten uns, dass es hier keine Piraten gäbe. Zum Dank boten wir ihnen Zigaretten an, einer lehnte ab, er sei Nichtraucher. Er freute sich aber ungemein über eine Tafel Schokolade und sagte, diese werde er am Abend gemütlich essen.
Zum ersten Mal ankerten wir in wirklich klarem Wasser auf der Westseite der Insel. Chris und Geraldine von der Scorch of Wessex boten uns an, uns mit ihrem Schlauchboot an Land zu bringen, wann immer wir wollten. Wir begnügten uns aber mit stundenlangem Schnorcheln. Die Felsen in Ufernähe boten sehr vielen Fischen einen Unterschlupf.
Am nächsten Morgen lag zu unserem Erstaunen die Sea Cloud vor unserem Ankerplatz. Das ist ein Viermaster, eines der grössten Segelschiffe, das ich bisher sah. Mit Schlauchbooten wurden seine Passagiere zu einem kurzen Spaziergang an Land gebracht. Wege gibt es keine, es leben nur etwa 20 Personen auf der Insel, vorwiegend Militär und Küstenwache. Bei Spaziergängen muss man unbedingt sehr stabile Schuhe tragen, die Stacheln der vielen Kakteen durchdringen mit Leichtigkeit Sohlen von Badesandalen.
Los Roques
Nach einigen Tagen auf La Blanquilla segelten wir weiter in Richtung Los Roques. Das ist eine Inselgruppe mit vielen Riffen, Sandbänken und Untiefen, ein richtiges Labyrinth, etwa 20 auf 30 Meilen gross, das noch nicht vollständig kartografiert ist. Wenn man auf dieser Insel mit den Behörden in Kontakt kommt, muss man einklarieren, kann aber nicht ausklarieren, sondern muss zum Festland segeln zum Ausklarieren, was wir unbedingt vermeiden wollten. So blieben wir so weit als möglich von Grand Roque weg, der Hauptinsel.
Wir ankerten nahe dem Südeingang, den wir eine ganze Stunde lang suchten. Man ist nahe am Riff mit seinem ununterbrochenen Grollen. Es kommt kaum aus dem Wasser und seine Gefährlichkeit dokumentieren verschiedene Wracks. Zum Glück fing Chris von der Scorch in der allerletzten Minute vor der Einfahrt noch einen kleinen Thunfisch, den wir nach dem Ankern bei ihnen an Bord in Form eines Carpaccio verzehrten. Nach einer angemessenen Siesta schnorchelten wir herum, der Sandboden war allerdings nicht sehr interessant und der Weg zum Riff fast zu weit zum Schwimmen.
Am nächsten Tag segelten wir entlang der inneren Riffkante zur Insel Augustin. Dort herrschte Trubel, es ankerten verschiedene grosse Motorboote, die dank guten Ortskenntnissen zum Teil mit grossen Geschwindigkeiten entlang der Riffe blochen. Abends und nachts war es schön ruhig, wir verbrachten geruhsame Tage bei dieser Insel.
Las Aves Barlovento
Der Ankerplatz im Lee der Insel Augustin erlaubte es uns, sofort in tiefes Wasser zu gelangen und die Roques zu verlassen. wir planten, um 0600 Uhr den Anker zu heben und loszufahren. Weil aber der Platz wirklich ruhig war, hörten wir den Wecker nicht und wurden schliesslich durch das Nebelhorn von Scorch geweckt. Totaler Kaltstart also, mit Anker heben ohne Frühstück. Wieder herrlichstes Segelwetter bei 20 Knoten Wind von hinten. So sollten wir die rund 35 Meilen schnell schaffen.
Sobald wir im tiefen Wasser waren, beschloss Eva, dass es heute zum Nachtessen Fisch geben wird und liess die Angel abspulen. Kaum eine Viertelstunde später ertönte das charakteristische Pfeifen der Angelspule, wenn ein Fisch angebissen hat und an der Leine zieht. Der Zug war gross, ich konnte die Bremse der Spule nicht stärker anziehen. So rollten wir die Genua weg, um weniger schnell zu sein und holten den Fisch langsam zum Boot. Es war wieder so ein Riesending von Thunfisch, am Limit für unsere Ausrüstung. Als er am Heck war, beförderten wir ihn mit einer guten Dosis Carchassa in die Ewigen Jagdgründe. Ohne ihn zu strecken mass er 1.2 Meter. Weil die Wellen recht hoch waren, schnitt ich dem Fisch nur den Kopf und den Schwanz ab, damit er besser in einen IKEA-Sack passte. Wir freuten uns riesig über den Fisch, er versprach mehrere Mahlzeiten. Wir rollten die Genua wieder aus und segelten weiter in Richtung Aves. Barlovento. Dort ankert man hinter einer kleinen Insel in verschiedenen Pools, die man sich nach dem Revierbuch neben untiefen Stellen suchen muss. Man kann eigentlich nur nach Augenmass fahren, allerdings zeigte es sich, dass unser Navigationssystem wieder sehr genau war. Die kleine Insel ist von Tausenden von Seevögeln bevölkert, man sollte deshalb nicht zu nahe daran ankern, will man das Schiff nachher nicht einer Generalreinigung unterziehen.
Christopher von der Scorch zerlegte den Fisch in riesige Filets und Steaks. Er nahm auch gleich einen guten Teil mit, für uns allein wäre der Fisch zu gross gewesen. Zum Nachtessen bei uns an Bord gab es zuerst ein Carpaccio, dann ein Filet mit Gemüse und Reis. Einfach lecker. An den zwei folgenden Tagen assen wir die Steaks, die mindestens ebenso gut waren. Fisch ist für Langzeitsegler ein wichtiger Proteinlieferant, wir fischen eigentlich fast immer auf Überfahrten.
Unter dem Boot tat sich uns eine herrliche Unterwasserwelt auf, wieder waren wir sehr lange im Wasser. Wir kontrollierten auch den Anker, den man nur auf Sandflecken schmeissen darf. Auf Korallenboden würde er einerseits nicht sicher halten, anderseits aber auch diese wunderbaren Lebensgemeinschaften zerstören.
Bonaire
Ungern verliessen wir die östliche der beiden Aves-Inseln und setzten Kurs auf Bonaire, das ungefähr 55 Meilen entfernt liegt. Mit Wind um 20 Knoten raumschots (schräg von hinten) kamen wir gut vom Fleck. Fische wollten heute nicht anbeissen.
Irgendwann kurz vor Bonaire überflog uns ein Flugzeug der Küstenwache sehr tief. Wir winkten und fühlten uns gut bewacht. Dieses Seegebiet liegt relativ nahe an Venezuela und wird wegen den vielen Drogenschmugglern genau kontrolliert. Bald rundeten wir die Südspitze von Bonaire und nahmen Kurs auf Kralendijk, der Hauptstadt und dem einzigen Port of Entry. Kurz vor Kralendijk kam ein Schnellboot der Coast Guard auf uns zu, setzte sich neben unsere Backbordseite und kam immer näher. Da ich es nicht liebe, wenn wer auch immer uns zu nahe kommt, rief ich ihn schliesslich auf Kanal 16 an und fragte, ob er ein Problem mit uns habe. Nach einem Kanalwechsel erklärten sie uns, dass sie unser Boot kontrollieren werden. Wir haben nichts zu verbergen und sagten deshalb" OK, welcome on board". Zwei Beamte kamen an Bord. Mir kam gerade sofort der Witz in den Sinn, den wir uns über unsere Polizei erzählen: Weshalb gehen die Polizisten immer zu zweit auf Patrouille ? Ganz einfach, einer kann lesen, der andere schreiben. Es war so, dass der eine die Formulare hervorkramte, der andere sie in einer Erstklässlerschrift ausfüllte, ich musste die ganze Zeit mein Lachen unterdrücken. Einer untersuchte noch schnell und oberflächlich unser Boot, machte Drogentests, dann gingen sie wieder von Bord. Aus einer Distanz von etwa 10 Metern fotografierten sie noch unser Boot. Wir winkten freundlich dazu.
Kralendijk ist der einzige Platz in Bonaire, wo man vernünftigerweise hingeht. Man braucht nicht zu ankern, es gibt Bojen, die an massiven Betonblöcken befestigt sind. Das Wasser ist schnapsklar und gleich unter dem Boot gibt es eine wirklich schöne Unterwasserwelt. Das Einklarieren geht sehr schnell, die Beamten sind äusserst zuvorkommend. Wir waren etwas spät und konnten zur Polizei gehen, und nicht zur Immigration.
Es gibt in Kralendijk auch ein Bootszubehörgeschäft. Dort konnte ich endlich Zweikomponenten-Kontaktkleber kaufen, um unser Schlauchboot zu flicken, was zum Glück auch gelang. Mit dem Schlauchboot von Scorch fuhren wir zur Insel Klein-Bonaire zum Picknicken und zum Schnorcheln. In untiefen Tümpeln sahen wir dort auch sehr viele Flamingos.
Bonaire ist ein schöner Platz, leider mussten wir wieder weiterziehen.
Curacao
Als letzte Etappe vor Weihnachten nahmen wir die rund 30 Meilen nach Curacao in Angriff. Man kann die Insel sofort nach verlassen von Bonaire sehen. Leider hatten wir gar keinen Wind und mussten somit alles motoren. Wieder überflog uns das Flugzeug der Küstenwache, wieder winkten wir. Er winkte kurz mit den Flügeln, man kennt sich halt schon.
In Curacao ankerten wir in der geschützten Bucht von Spanish Water, einer grossen, natürlichen Bucht. Das Einklarieren ist umständlich, man muss mit dem Bus nach Willemstad fahren, dort zuerst zum Zoll gehen, dann eine längere Wanderung unternehmen zur Immigration und zur Hafenverwaltung. Leider steht im Revierbuch nicht, dass Immigration und Hafenverwaltung innerhalb der Hafenzone sind, und dass man einen Kontrollposten passieren muss. Schliesslich fanden wir auch diese Orte.
Willemstad ist sehr holländisch mit all seinen schmalen und farbigen Häusern. Die grosse Attraktion ist die Königin Emma-Brücke, eine Pontonbrücke, die geschwenkt, und somit geöffnet werden kann, wenn grosse Kreuzfahrtschiffe in den Hafen wollen. Zurzeit lagen drei Stück davon am Dock, die Stadt war auch voller Touristen. Wir werden sicher nochmals dorthin gehen. Zum Einkaufen gibt es Gratisbusse, die die Segler direkt zu grossen Supermärkten fahren und sie nach einer Stunde wieder nach Spanish Water zurückbringen. Das ist sehr angenehm, vor allen wenn man für Weihnachten einkaufen muss.
Weihnachten an Bord
Dieses Jahr verbrachten wir den Heiligen Abend allein an Bord. Im Verlauf des Tages rief uns unsere Tochter Stefanie mittels Satellitentelefon an. Sie war zurzeit auf dem Pazifik, etwa 1000 Meilen vor Seattle, auf dem Heimweg nach Bremerhaven. Es ist irgendwie komisch, früher war die Familie immer zusammen, nun sind wir recht verstreut. Erich, unser Sohn lebt in Solothurn. Auch ihn erreichten wir über Skype.
Wir feierten eine besinnliche Weihnacht. Als grosses Geschenk empfanden wir das Bewusstsein, hier zu sein. Da braucht es nichts anderes.
Es guets Nüis
Wir wünschen allen Lesern dieser Zeilen ein gutes und glückliches 2009, dazu Gesundheit und Wohlergehen.
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